


Bei der Integration von Zugewanderten kommt den Kommunen eine entscheidende Bedeutung zu. Im örtlichen Kontext entscheidet sich, ob die schulische Integration und die Integration in den Arbeitsmarkt gelingen und wie sich das Zusammenleben gestaltet.
Die Kommunen leisten hier bereits vorbildliche Arbeit. Vielfach fehlt es aber an den organisatorischen Voraussetzungen, um die vorhandenen Integrationsangebote vor Ort zeitnah und zielgenau an die Menschen zu bringen und sie erfolgreich zu gestalten.
Das Förderkonzept „KOMM-IN NRW – Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit – eine Förderung durch das Land NRW“ unterstützt die Kommunen bei der Aufgabe, die Prozesse in den Kommunen zu optimieren, um die bestmöglichen Voraussetzungen für organisierte Angebote, Strukturen und Prozesse für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu ermöglichen.
Ziel der Förderung ist es, die Angebote, Strukturen und Prozesse zur Aufnahme von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Kommunen und durch die Kommunen nachhaltig zu verbessern. Sie sollen durch Innovation effizienter und effektiver werden. Das Förderkonzept gibt hierzu konkrete Anregungen.
Die Förderung konzentriert sich auf drei Schwerpunkte:
Von April 2005 bis Ende 2010 haben insgesamt 123 verschiedene Kommunen und Kreise mit 359 Projekten in Nordrhein-Westfalen mit dem Programm KOMM-IN NRW ihre Integrationsarbeit vor Ort optimiert und weiterentwickelt. Das Land hat die Kommunen dabei mit rund 15 Mio. Euro unterstützt.
Nach fünfjähriger Laufzeit wurde das Programm 2010 durch eine externe Evaluation überprüft. Das Ergebnis bestätigt, dass das gesetzte Ziel, die Kommunen in Nordrhein-Westfalen bei der Optimierung von Prozessen und Strukturen in der Integrationsarbeit zu optimieren und effizienter zu gestalten, erreicht wurde.
Für das Antragsverfahren 2011 wurde das Förderkonzept mit folgenden Akzenten versehen:
Die Konzentration auf die drei ursprünglichen primären Schwerpunkte „Transparenz“, „Vernetzung“ und „strategische Steuerung“.
Die verbindliche Einbeziehung der Migrantenorganisationen, der kommunalen Migranten-vertretungen und der vom Integrationsministerium geförderten Integrationsinfrastruktur.
Die bevorzugte Förderung von Transfer- und Interkommunalen Projekten.
Der Transfer von gesamtstädtischen Integrationskonzepten auf Sozialräume wird ebenso ermöglicht wie die Entwicklung und Durchführung von sozialräumlichen Integrationskonzepten im gesamtstädtischen Kontext.
Die Fokussierung auf die Handlungsfelder Zusammenleben in Stadträumen, Bildung und Arbeit.
Die Entwicklung und Anwendung von Monitoring-Konzepten.
Anträge auf Förderung waren bei der Bezirksregierung Arnsberg, Kompetenzzentrum für Integration, Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg zu stellen. Bewerbungsfrist war der 31.05.2011.
Hier können Sie die Antragsformulare herunterladen:
Förderkonzept (PDF-Datei, 294 KB, nicht barrierefrei)
Antragsvordruck (Word-Datei, 200 KB, nicht barrierefrei)
Stellungnahme Kämmerer (Word-Datei, 35 KB, nicht barrierefrei)
Muster für einen Projektplan (PowerPoint-Datei, 57 KB, nicht barrierefrei)
Weitere Informationen sowie einen Überblick über die bisher geförderten Projekte erhalten Sie auf den Seiten des Kompetenzzentrums für Integration.
Unter der Rubrik „KOMM-IN stellt vor“ werden auf der Seite des KfI KOMM-IN-Projekte dargestellt.
Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in Köln entwickelte im Auftrag des Integrationsministeriums 2004 ein Organisationshandbuch für Kommunen unter dem Titel „Integrationsarbeit – effektiv organisiert
Dieses Handbuch wurde 2007 weiter entwickelt und mit neuen Schwerpunktsetzungen für die Organisationsentwicklung und strategische Planung in den Kommunen versehen. Das Handbuch „Integration als Chance für Nordrhein-Westfalen und seine Kommunen / Potenziale nutzen – aus Erfahrungen lernen“ greift inhaltliche Themen wie die bessere Nutzung der Potenziale Zugewanderter, die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure auf und beschreibt und bewertet viele Initiativen in der Integrationsarbeit.
Erfahrungswissen aus der kommunalen Integrationsarbeit der letzten Jahre, insbesondere auch aus der Evaluation von KOMM-IN NRW mit guten Praxisbeispielen, werden dargestellt.
http://www.kfi.nrw.de/service/publikationen/index.php