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Staatssekretärin Zülfiye Kaykın: „Wir wollen mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im öffentlichen Dienst“ Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann: „Potenziale der Zugewanderten unverzichtbar“

Bezirksregierung Arnsberg wird Pilotbehörde bei der interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung

Düsseldorf, 10.02.2011

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Die Bezirksregierung Arnsberg wird als Pilotbehörde in Nordrhein-Westfalen bei der Landesinitiative „Mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund in den öffentlichen Dienst“ mitwirken. Das haben heute (10. Februar 2011) die Staatssekretärin beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales, Zülfiye Kaykın, und Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann in Arnsberg vereinbart.

Staatssekretärin Zülfiye Kaykın: "Vielfalt ist eine Stärke. Wir wollen deshalb den Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Öffentlichen Dienst erhöhen. Deshalb werden wir bis zum Frühjahr 2011 mit allen Ressorts ein Gesamtkonzept der interkulturellen Öffnung mit konkreten Maßnahmen erarbeiten und im Kabinett beraten.“ Für das Ziel der Landesinitiative – so die Staatssekretärin weiter – sollen aber auch weitere Partner gewonnen werden. Deshalb sei sie sehr froh, mit der Bezirksregierung Arnsberg eine engagierte Mitstreiterin gefunden zu haben.

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann: „Auch eine Bezirksregierung kann nicht auf die Kompetenzen und Potenziale von Zugewanderten verzichten. Gleichzeitig ist es wichtig, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den kompetenten Umgang mit Vielfalt zu qualifizieren. Ich habe das Glück, dass ich in meinem Hause auf das Kompetenzzentrum für Integration zurückgreifen kann. Dieses erarbeitet derzeit nicht nur ein Konzept für die Bezirksregierung Arnsberg, sondern es unterstützt auch die Landesregierung bei der Umsetzung der Landesinitiative."

Die Landesregierung hatte im Dezember die Initiative zur interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung gestartet. „Wir wollen verhindern, dass Bewerberinnen oder Bewerber aufgrund ihres Namens oder ihrer Herkunft diskriminiert werden. Aber es geht nicht allein darum, Benachteiligungen zu vermeiden. In einigen Bereichen brauchen wir die gezielte Ansprache von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Zuwanderungsgeschichte. Gleichzeitig muss bei der zunehmenden Vielfalt in unserer Gesellschaft die interkulturelle Kompetenz zu einer Schlüsselqualifikation für alle Bediensteten der Landesverwaltung werden", erläuterte die Staatssekretärin.

Die Bezirksregierung Arnsberg plant, durch verstärkte Informationen und Fortbildungsmaßnahmen das Thema der interkulturellen Öffnung im Bewusstsein der Beschäftigten zu verankern. Zusätzlich ist eine aktive Werbung für eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst vorgesehen, die besonders Menschen mit Migrationhintergrund anspricht. Die Pflege von Kontakten zu Migrantenorganisationen, Kirchen und Schulen ist ein weiterer Baustein bei der Verankerung des Themas in der Arbeit der Bezirksregierung.

Das Kompetenzzentrum für Integration (KFI) bei der Bezirksregierung Arnsberg berät und unterstützt die Landesregierung in ihrer Integrationsarbeit, entwickelt und begleitet Programme zur Förderung der Integration in NRW und ist zuständig für die Verteilung von Spätausgesiedelten, jüdischen Zugewanderten und besonders schutzbedürftigen Personen, die als Flüchtlinge mit einer Dauerbleibeperspektive in Nordrhein-Westfalen Aufnahme finden.