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Inhalt

Grundlagen der Sozialberichterstattung

In der Bundesrepublik ist die Armuts- und erst recht die Reichtumsforschung ein vergleichsweise junger Zweig der empirisch orientierten Sozialforschung. Der intensive Diskurs in den Fachwissenschaften über Armuts- und Reichtumsbegriffe sowie angemessene Untersuchungskonzepte spiegelt sich in der Entwicklung der Sozialberichterstattung des Landes Nordrhein-Westfalen wider. Eine im Zusammenhang mit der Konzeptionierung des Sozialberichtes NRW 2007 erstellte Expertise beschreibt Entwicklungstendenzen der Sozialberichterstattung und setzt sich unter anderem mit den Leitkonzepten der Berichterstattung auseinander.

Die im Rahmen der nordrhein-westfälischen Sozialberichterstatttung angestellten Analysen zur Einkommensarmut werden auf der Grundlage des Mikrozensus durchgeführt. Dabei sind einige methodische Besonderheiten zu beachten.

Informationen und Hinweise

Analysen zur Einkommensarmut mit Datenquellen der amtlichen Statistik

Aus dem Bereich der amtlichen Statistik stehen mit dem Mikrozensus, der europäischen Gemeinschaftsstatistik EU-SILC sowie der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe drei Datenquellen zur Verfügung, die sich für Analysen zum Thema Einkommensarmut eignen. Diese Erhebungen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Art der Einkommenserfassung als auch hinsichtlich des zugrunde liegenden Stichprobendesigns. Der Aufsatz geht der Frage nach, wie sich diese Unterschiede auf die ermittelten Armutsindikatoren auswirken.

Den Beitrag finden Sie hier

Indikatorenkatalog zum kommunalen Armutspotenzial

Im Sozialbericht NRW 2007 wird erstmals die kommunale Perspektive in die Berichterstattung des Landes einbezogen. Zielsetzung dieser Beteiligung von Kommunen ist eine Intensivierung des inhaltlichen Austausches, eine stärkere konzeptionelle und methodische Annäherung der Landes- und der kommunalen Sozialberichterstattung sowie eine Verbesserung der Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Beteiligt an der modellhaften Kooperation waren die kreisfreien Städte Bielefeld, Bochum, Essen und Oberhausen. Im Rahmen dieses kommunalen Kooperationsprojekts wurden Indikatoren zum kommunalen Armutspotenzial zusammengestellt.

Einkommensverteilung und Armutsrisikoquoten im Bund-Länder-Vergleich

In einem Fachbeitrag aus dem Jahr 2006 werden die Konzepte der Armutsmessung aus der Landessozialberichterstattung NRW und nach EU-Definition einander gegenübergestellt und die Auswirkungen der unterschiedlichen Berechnungsmethoden verdeutlicht. Der Aufsatz leistet damit einen Beitrag zur Methoden-Diskussion in der Armutsforschung. Zudem soll der Diskurs über mögliche Vereinheitlichungen künftiger Sozialberichte angeregt werden.

Messung von Äquivalenzeinkommen und Armutsquoten auf der Basis des Mikrozensus

Im Rahmen dieses Beitrages aus dem Jahr 2004 werden vergleichende Analysen zwischen den Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) und des Mikrozensus (MZ) 1998 angestellt, um zu überprüfen, inwieweit sich die am Mikrozensus kritisierten Aspekte auf die Berechnung von Maßzahlen der zentralen Tendenz, der relativen Einkommensverteilung und der relativen Einkommensarmut auswirken.

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